O SOA mio!
O SOA, du kompliziertes Biest. Wer sich schon mal durch die Tiefen der WS-* Standards gewühlt hat, wird wissen wovon ich spreche. Ein Ding voll gutem Willen, mit logischer Architektur, daß in seiner Schönheit fraktal ist. Und damit meine ich die Struktur, nicht zwangsweise ihr Aussehen. Die Mengen an Tags, die ein HelloWorld mit sich schleppen müßte, um nur der Hälfte der bestehenden Standards zu genügen, ist besorgniserregend – schon allein, da die Standards selbst wieder auf vielerlei Weise interpretiert werden können. Die reine Existenz der WS-Interoperability Organisation sagt schon alles über WebServices aus. Dazu kommen die üblichen Zickigkeiten der Parser und die damit verbundenen Angriffsflächen. Von Grundfragen wie der Verarbeitungsgeschwindigkeit von XML mal abgesehen.
Es ist ein Unding, aber es ist.
Denn das Skelett funktioniert ja. Ganz egal wie unwahrscheinlich das scheint, es läuft und die Kinder lieben es. Sicher, die Requests, die man in der Praxis sieht, sind dementsprechend auch zweckgebunden – sie sind so schmal wie möglich, was die Parser erleichtert, haben ne dezente Filterschicht und tun einfach verdammt nochmal genau das, wofür sie da sind. Und nur das.
Vollständige Sicherheit – am Bobbes! Pragmatische Sicherheit ist was gebraucht wird.
Sollte man meinen. Aber dann fand ich Compas. Die Wissen wie man den Moloch Compliance auf den Moloch SOA abbildet.
Veröffentlicht am: 11.08.2010 in Kategorie: Amusement, Code
2 Reaktionen zu “O SOA mio!”
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am 11. August 2010 um 23:59 Uhr | #
Ein geiles Schaubild hast du da ausgebuddelt! Dein Klagelied erinnert mich stark an SOAP, auch dort eine schöne Idee von Interoperabilität, die in einer überkomplizierten Implementierung ertränkt wird. Letztendlich funktioniert dann SOAP auf dem Server von Microsoft nur mit Client von Microsoft… Ein Schelm wer böses dabei denkt! Das “S” für Simple ist der absolute Hohn. Letztendlich erfand die Straße dann REST und ATOM als wirklich angenehm zu handhabende Protokolle. Kathedrale und Basar…
am 13. August 2010 um 13:19 Uhr | #
O SOAP ist doch ein ganz integraler Bestandteil von SOA – einer den man lieben muß, sagt doch schon die Wikipedia:
“Die Abkürzung SOAP wird jedoch offiziell seit Version 1.2 nicht mehr als Akronym gebraucht, da es erstens (subjektiv) keineswegs einfach (Simple) ist und da es zweitens nicht nur dem Zugriff auf Objekte (Object Access) dient.”
Ob nun REST so viel geiler ist, lass ich mal dahingestellt – Netzdienste über GET anzusprechen finden vor allem Hacker gut. Macht die Arbeit sooo viel einfacher.