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Kategorie: Amusement


Mensch sein

8. November 2010 - 22:38 Uhr

Eine der schönsten Schwierigkeiten, die man auf Dienstreisen haben kann, ist das Essen. Man reibt sich den Tag über auf, ist im Stress und dann abends noch mal mit der Herausforderung gesegnet, etwas Vernünftiges in seinen Darm zu füllen. Oft genug erübigt sich dies in einem schnellen Döner, in einem Börger oder etwas ähnlich Geschmacksverstärkten. Doch dann findet man einen Ort, in dem der Mensch, die Menschlichkeit und der Gaumen hoch geschätzt wird.
So auch heute. Eine Ente in Pfeffersauce. Jeder Bissen so einschmeichelnd wie … mir fehlt der passende Vergleich. Aber wenn ich mich dabei entdecke, wie ich mitten im Mahle anfange wohlig zu brummen, muß es gut sein. Und das war es auch.
Denn was man bei den Gedanken, ob es nicht auch zwei belegte Brötchen gemacht hätten, oftmals vergisst, ist das gutes Essen sich lohnt. Gewiss, die zwei Brötchen hätten nur zwei Zehntel dessen gekostet, was mein Mahl eben meinem Konto antat. Aber hätte mich das weitergebracht? Nein, denn zwei schnelle Brötchen erinnern mich nur an die atemlose Hektik, die mir mein Tag oft genug bringt. Sie befördern die Spannung, die konzentrierte Fixation auf ein Projekt, das gewiss nicht davon profitiert, daß ich meine notwendige Entspannungsphase darauf verschwende. Drum esse ich gut – wenn ich kann – um den Tag zu beenden.
Bei Bacchus, die ersten Bissen waren eine Ohrfeige für mich und die zwei Fertig-Pizzen, die meinen Mund am Wochenende verödeten. Dann die Kartoffeln, der Spinat … und schließlich eine Zunge voll Pfälzer Riesling – ich war am irdischen Ende des Himmels angelangt.
Man sagt, das Essen sei der Sex des Alters. Aber ich sage Euch: Wer das gute Essen in jungen Jahren nicht liebt, ist nur ein halber Mensch, ein Schatten seiner Arbeit.

Meine Empfehlung:
Food supplied by: Pastis, Bonn
Riesling supplied by: Wolf, Wachenheim

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Kategorie: Amusement, Meinungsmache

Aggressive Stürmer

23. September 2010 - 23:26 Uhr

Ich hab was! Ne Sau zum durchs Dorf treiben!
Die ganzen Stürmer in der Bundesliga sind ja alles Ausländer.
Was sagt denn das aus? Ist das ein Fall von schlechter Sozialisierung, die die Jugendlichen aggressiver macht? Ist das ein weiteres Zeichen für verfehlte Einwanderungspolitik? Dunkle Wolken drohen am Horizont, die Nazis könnten Futter bekommen. Wie sich das auslegen lässt!
Es ist natürlich nur eins: Hühnerkacke.
Wie so vieles in diesen Diskussionen. Dieser Überhang an Migrationshintergründen liegt einfach daran, daß man die Spitzenleute gern extern einkauft. Entweder sie sind preiswert und gut oder sie haben Weltruf und ziehen Zuschauer. Sie sind die Bunten Hunde, die vorneweg tanzen. Dafür sind sie da und das machen sie großartig.

Mh, irgendwie nichts dran auszusetzen.

Weitergehen, Passant!

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Kategorie: Amusement, Meinungsmache

Kneipengespräche/Mitgeschnitten

29. August 2010 - 02:33 Uhr

Dadrüben. Sie blickt alle 3,5 bis 7,4 Sekunden auf. Guck net so, natürlich ist da ein Randomizer drin.
Die Frau ist ein verdammter Cyborg, siehst’s net?
Realskin, Alder. Billiges dazu. Die Textur wiederholt sich alle 7 Centimeter.
Die hockt ganz tief drin in ihrem Kopf und spielt nach krasse Art von First Person Shooter.
Fully Immersive.
Von den Voluntary Borgs findest du keinen, der nicht irgendwann nen Titel in den eGames gezogen hätte.
Umgucken, Scheißen, Atmen – alles Skripte.
Verdammte Freaks, wenn du mich fragst.

Was guckst du so?!
Oh.
Du kannst nicht anders.
Sorry, im ersten Augenblick…nimms net persönlich.
Die Haut sieht ziemlich echt aus.
Ach, sie ist echt?
Frisch bezogen? Von wem?

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Kategorie: Amusement, Cyberpunk, Spielerei

Game on!

23. August 2010 - 22:13 Uhr

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Kategorie: Amusement, Aurelion

Programmierwerkzeuge: The Classic Random String (w/ x-Randomizer)

20. August 2010 - 14:06 Uhr

asdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfasdfx

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Kategorie: Amusement, Code

O SOA mio!

11. August 2010 - 17:07 Uhr

Zaehl die Kanten!

O SOA, du kompliziertes Biest. Wer sich schon mal durch die Tiefen der WS-* Standards gewühlt hat, wird wissen wovon ich spreche. Ein Ding voll gutem Willen, mit logischer Architektur, daß in seiner Schönheit fraktal ist. Und damit meine ich die Struktur, nicht zwangsweise ihr Aussehen. Die Mengen an Tags, die ein HelloWorld mit sich schleppen müßte, um nur der Hälfte der bestehenden Standards zu genügen, ist besorgniserregend – schon allein, da die Standards selbst wieder auf vielerlei Weise interpretiert werden können. Die reine Existenz der WS-Interoperability Organisation sagt schon alles über WebServices aus. Dazu kommen die üblichen Zickigkeiten der Parser und die damit verbundenen Angriffsflächen. Von Grundfragen wie der Verarbeitungsgeschwindigkeit von XML mal abgesehen.

Es ist ein Unding, aber es ist.

Denn das Skelett funktioniert ja. Ganz egal wie unwahrscheinlich das scheint, es läuft und die Kinder lieben es. Sicher, die Requests, die man in der Praxis sieht, sind dementsprechend auch zweckgebunden – sie sind so schmal wie möglich, was die Parser erleichtert, haben ne dezente Filterschicht und tun einfach verdammt nochmal genau das, wofür sie da sind. Und nur das.
Vollständige Sicherheit – am Bobbes! Pragmatische Sicherheit ist was gebraucht wird.

Sollte man meinen. Aber dann fand ich Compas. Die Wissen wie man den Moloch Compliance auf den Moloch SOA abbildet.

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Kategorie: Amusement, Code

Poesie der Wirklichkeit

31. Juli 2010 - 20:34 Uhr

Ein besonderer Vorteil meiner momentanen Lebenssituation ist die Möglichkeit, sich spontan etwas gönnen zu können. So obduzierte ich die wie gewöhnlich angespannte Versorgung mit Nährstoffen in meinem Heime und machte mich dann auf die Jagd. Die Jagd – ein unbestimmter Marsch durch die Quadrate, neugierig und offenherzig auf der Suche nach der Futterstelle du jour. So kam ich an Thailändern, Chinesen und Japanern vorbei, an Bayern, Pfälzern und Deutschen. Zuletzt blieb ich vor einem Griechen stehen – am Stadthof, dem Zentrum Mannheimer Verwaltung – und entsann mich des momentan Suizides des griechischen Staates. Wirtschaftshilfe über Wirtschaften ist ein altes Motiv. Noch die passende Lektüre besorgt und ich war bereit für mein Mahl. Dies gestaltete sich trotz des bedingten Interesses der Bedienung sehr schmackhaft, insbesondere durch die leckeren Sätze des Aristoteles, die meinen Synapsen-Gaumen hocherfreuten. Ein Beispiel: “Die Komödie sucht schlechtere, die Tragödie bessere Menschen nachzuahmen, als sie in der Wirklichkeit vorkommen.”
Bedenkt diesen Satz in kurzer Weile und bezieht ihn auf die Medienwelt. Denn in dieser Befinden wir uns mit Aristoteles’ Poetik von ihren Ursprüngen bis zu ihrer Vollkommenheit. Parallelen sind leicht geschaffen: Von hibbeligen Darstellungen unseres Möchtegern-Staatsmannes Schwesterwelle bis zum aufstoßenden Wackeln einer Kohl-Imitation bietet das komödiantische Kabarett jedes Auswurf schlechter Menschen. Gleichermaßen bieten unerwartete Todesfälle, sein es Torwarte oder Marschierende der Liebe, Dramen, die zu ihrer Erhöhung in göttergleiche Höhen führen. Man könnte nun meinen, die Grenze sei der Tod – den Lebenden sei der Spott, den Toten die Verehrung gewidmet. Man sieht dies allenthalben im Anzeigenteil der Tageszeitungen. Aber dies schneidet die Wirklichkeit nur in ungerader Tangente.
Denn von Dingen, die wir in Wirklichkeit nur ungern erblicken, sehen wir mit Freude möglichst getreue Abbildungen, z.B. Darstellungen von äußerst unansehnlichen Tieren und von Leichen.
Aristotels spricht hier über Freude an der Nachahmung, die seiner Meinung nach die Dichtkunst hervor gebracht hat. Die Menschen “freuen sich also deshalb über den Anblick von Bildern, weil sie beim Betrachten etwas lernen [...]“.
Dies ist auf das Kabarett gemünzt ein Jackpot. Wer will schon Bundestagsdebatten sehen, wenn man den pointierten Singsang unserer Fürstin genauso gut von Herrn Priol vorgeführt bekommt – mit mehr Witz und weniger Lügen. In den billigen Vorabenddramen der High Society gilt dies um so mehr. Mithin ist die Rolle von Paris, William und Amy den Menschen zu zeigen, was geht und was nicht. Meist mit unrühmlichem Ausgang voll Tränen und Niedertracht, mit einer Tragödie eben. Darin sind sie gut, dies ist ihre Forte, auch und insbesondere wenn sie sich selbst für mehr als Puppen in diesem Spiel halten.
Allein, es hakt an einer Sache: “Die Dichtung hat sich hierbei nach den Charakteren aufgeteilt, die den Autoren eigentümlich waren. Denn die Edleren ahmten gute Handlungen und die von Guten nach, die Gewöhnlicheren jedoch die von Schlechten [...]“. Wie mir scheint, gibt es in der Welt der Welt der Sender und der Empfänger mehr Gewöhnliche als Edle, mehr Leute, die den Mißstand pflegen als die Tugend. Gewiß, nach alter Manier gehen in der Alltagspoesie die Guten ins Töpfen und die Schlechten ins Kröpfchen, aber wer mag dies dem Audi-Fahrer erklären, der mit 200 Sachen blinkend den Auspuff erforscht? Er gehört zu den Erfolgreichen, nicht zu den Gewöhnlichen. Ihn interessiert kein Parkverbot, Überholverbot oder Handy-Verbot, denn Erfolg steht unterschwellig über edel oder schlecht.
Was ist das für ein Bild? Und wieviel Nachahmer findet es?
Zu viele, denn der Irrweg in den Auspuff ist ein dritter Weg, der keiner ist. Er führt gen Komödie und Drama, wie jeder andere auch. Meist in die Tragödie, wenn der Brückenpfeiler stärker war oder die Kinder des Erfolgreichen ihren Ahnen verdammen. Bisweilen auch in die Komödie, wenn millionenteure Pferdestärken italienische Treppen hinuntergetrieben werden. Was bleibt sind die Bretter, die die Welt bedeutet. Und mit ihnen die Poesie:

What is our life? A play of passion,
Our mirth the music of division,
Our mother’s wombs the tiring-houses be,
Where we are dressed for this short comedy.
Heaven the judicious sharp spectator is,
That sits and marks still who doth act amiss.
Our graves that hide us from the setting sun
Are like drawn curtains when the play is done.
Thus march we, playing, to our latest rest,
Only we die in earnest, that’s no jest.

Sir Walter Raleigh (1552(?)–1618)

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Kategorie: Amusement, Meinungsmache

Vorsicht verzerrte Kultur!

1. Juli 2010 - 22:08 Uhr

Schau in den Spiegel

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Kategorie: Amusement, Mannheim, Meinungsmache, Photo

In Mannheim weint man zweimal

20. Juni 2010 - 18:33 Uhr

Am Lebendiger Neckar

In der 7. Minute schossen die Neuseeländer ein Tor und ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Aber aus der Wohnung, denn besser konnte das Spiel nicht mehr werden.

Glücklicherweise wurde ich von dieser Stadt mal wieder positiv überrascht – es herrschte Festivität am Neckarufer. Kaum zu überhören, eigentlich.

Und die Gehörgänge wurden dann auch ordentlich durchgerockt. Genauer: Ge-phunkt. Denn auf der Bühne des Lebendigen Neckars stand Cris Cosmo mit seinen fabelhaften Musikanten. Viel Funk, ein wenig Dub, eine Prise Ska und jede Menge positiver Vibes.
Saugeil. Beste Sommermusik. Ich freu mich.

Warum der Titel für den Blogeintrag? Check dis. Großartig.

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Kategorie: Amusement, Mannheim, Photo

Schweinerei

16. Juni 2010 - 17:16 Uhr

Nach der Bastille

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Kategorie: Amusement, Mannheim, Photo

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